Das ist in erster Linie die Wirkungsweise einer Korrosionsschutzbeschichtung. Sie verhindert unterschiedlich gut, je nach Qualität, die Wanderung von Kationen zur Kathode und ist als elektrischer Widerstand im Korrosionsstromkreis zu sehen.

Die entscheidende Eigenschaft einer Korrosionsschutzbeschichtung ist also, im Korrosionsstromkreis einen möglichst hohen elektrischen Widerstand darzustellen.

Kunstharze, als Bindemittel von Korrosionsschutzbeschichtungen, sind allgemein gute Isolatoren für den elektrischen Strom weil sie keine elektrisch leitfähigen Substanzen enthalten.
Unter bestimmten Bedingungen können diese Stoffe aber als Leiter 2.Klasse auftreten und den Strom über Ionen Transport leiten.

Eine Korrosionsschutzbeschichtung z. B. bei einem Schiff ist, zumindest im Unterwasserbereich, ständig mit Wasser belastet. Das Seewasser erhält ca. 3% gelöste Salze. An mechanischen Beschädigungen der Beschichtung ist der Stahl freigelegt und wirkt als Anode während der unversehrte Bereich der Beschichtung die Kathode bildet.
Anode und Kathode sind über den Stahl elektrisch verbunden. Geschlossen wird der Korrosionsstromkreis über den Querschnitt der Beschichtung und das Meerwasser.


Folgende physikalisch-chemischen Vorgänge finden hier statt: Wasser und Sauerstoff diffundieren durch den Beschichtungsfilm zur Stahloberfläche. Dies geschieht größtenteils über Lösungsdiffusion durch das Bindemittel der Korrosionsschutzbeschichtung.