1.0 Einleitung

Unter Korrosion versteht man die Zerstörung von Stoffen durch chemische oder elektrochemische Einwirkungen von der Oberfläche aus. Beim Angriff von Stoffen ohne Ionen Leitfähigkeit, z.B. Gasen, tritt chemische Korrosion auf. Beim Angriff von Stoffe mit Ionen Leitfähigkeit, z. B. Elektrolyte, tritt elektrochemische Korrosion auf. Sie ist die häufigste Form der Korrosion und läuft unter Beachtung von physikalisch-chemischen Grundregeln ab.

1. Elektrischer Strom kann nur in einem geschlossenen Stromkreis fließen.

2. Ein abgeschlossener Raum ist chemisch und elektrisch neutral

Bei der schematischen Darstellung von einem Korrosionselement, in diesem Beispiel mit einer Zink Anode und einer Eisen Kathode, sind die ent-
scheidenden Möglichkeiten für den Korrosionsschutz durch Beschichtungen sichtbar. An der Kathode werden Wasser, Sauerstoff und Elektronen, zur gleichen Zeit benötigt, damit die Kathodenreaktion ablaufen kann.

Fehlt eine Komponente, findet keine Korrosion statt.
An trockener Luft, hier fehlt das Wasser, rostet der Stahl nicht. In 100 m Wasser Tiefe, hier fehlt der Sauerstoff, rostet Stahl auch nicht. Wenn Elektronen an der Kathode fehlen rostet der Stahl auch nicht.


Elektronen gelangen als Ionen von der Anode, durch den Elektrolyten, zur Kathode. Wird dieser Weg versperrt, im Fall der Darstellung zum Beispiel durch eine Glasplatte zwischen Anode und Kathode, ist der Korrosionsstromkreis unterbrochen und es findet keine Korrosion vom Zink statt.